Über mich
Mein Weg zur Psychotherapie war kein geradliniger – und genau darin liegt für mich heute seine Bedeutung.
Nach meiner Schulzeit zog es mich zunächst fort aus Wien, nach Liechtenstein, wo ich eine Ausbildung zum Gärtner begann. Die Arbeit mit der Erde, mit Wachstum und den Zyklen der Natur hat mich tief geprägt. Ich habe gelernt, dass Entwicklung Zeit braucht, dass nicht alles planbar ist – und dass oft gerade im Unscheinbaren etwas Wesentliches entsteht.
Trotzdem blieb in mir eine leise Unruhe. Ich kehrte nach Wien zurück und begann, in einem Bestattungsunternehmen zu arbeiten. Diese Zeit war intensiv und konfrontierend. Täglich mit Abschied, Trauer und den großen Fragen des Lebens in Berührung zu kommen, hat in mir eine Sinnkrise ausgelöst – und zugleich den Wunsch geweckt, mich diesen Fragen bewusster zu stellen. Ich wollte verstehen, was Menschen trägt, wenn Gewissheiten ins Wanken geraten.
Auf der Suche nach Antworten begann ich ein Studium der Philosophie. Dort fand ich viele spannende Denkansätze, doch bald merkte ich, dass mir etwas fehlte: die unmittelbare Begegnung mit dem Menschen. Ich wollte nicht nur über das Leben nachdenken, sondern es in seiner Tiefe verstehen – im Dialog, im Erleben.
So führte mich mein Weg zur Psychologie. Hier fand ich eine Verbindung zwischen wissenschaftlichem Zugang und menschlicher Erfahrung. Doch erst mit der Entscheidung für die Ausbildung in systemischer Psychotherapie hatte ich das Gefühl, wirklich angekommen zu sein.
In der psychotherapeutischen Arbeit habe ich meine berufliche Heimat gefunden. Sie vereint für mich vieles von dem, was mich auf meinem Weg begleitet hat: die Geduld des Gärtners, die Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen, die Neugier des Suchenden und die Wertschätzung für individuelle Lebensgeschichten.
Heute verstehe ich meinen eigenen Weg als Teil dessen, was ich in meiner Arbeit weitergebe: die Überzeugung, dass Krisen Wendepunkte sein können, dass Entwicklung oft Umwege, Zeit und Erfahrungen braucht – und dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, neue Perspektiven zu entdecken.
Meine Reise hat mich hierher geführt. Und gleichzeitig ist sie der Anfang eines Weges, auf dem ich Menschen ein Stück begleiten darf.
Meine Arbeitsweise
Ich bin überzeugt, dass Menschen – auch in schwierigen Lebensphasen – über viele Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, mit denen sie Herausforderungen bewältigen und neue Wege finden können. Oft sind diese Ressourcen nur verdeckt oder vorübergehend aus dem Blick geraten.
In meiner Arbeit liegt der Fokus darauf, dieses vorhandene Potenzial wieder sichtbar zu machen und zu stärken. Ich betrachte Probleme nicht als Teil der Persönlichkeit, sondern als Ausdruck eines Zusammenspiels von Gefühlen, Gedanken und Handlungsweisen im Austausch mit der jeweiligen Lebenswelt – in Familie, Freundschaften, Arbeit oder Gesellschaft.
Wichtig ist mir, meinen Klient:innen mit Respekt, Offenheit und Neugier zu begegnen. Ich höre aufmerksam zu und knüpfe an das an, was da ist – auch wenn es im Moment vielleicht noch nicht deutlich spürbar ist.
Meine Praxis verstehe ich als einen geschützten Raum, in dem Sie Zeit und Raum für sich selbst und Ihre persönliche Entwicklung finden können. Hier darf ausgesprochen, neu erzählt und aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden – um Perspektiven zu weiten, Lösungen zu entwickeln oder einen achtsamen Umgang mit dem zu finden, was gerade ist.
Ausbildung
und
Berufs-
erfahrung
2024 - 2026
Psychotherapeutische Tätigkeit bei Verein P.A.S.S. (Hilfe bei Suchtproblemen)
2020 - 2024
Praktikum und psychotherapeutische Tätigkeit bei Kolping Lebensberatung. Eine Einrichtung der Institution Kolping, die Therapie/Beratung auf freie Spende, für Einzelpersonen, Paare und Familien anbietet und mir so die Möglichkeit eröffnet hat, mit Personen aus sehr vielfältigen Kontexten arbeiten zu können und daran zu wachsen.
https://www.kolping.at/beratung-in-lebenskrisen/lebensberatung
2022 (September - Dezember)
Klinisches Praktikum in neuropsychiatrischen Abteilung der Klinik Donaustadt.
2023 - heute
Berufliche Tätigkeit als Psychotherapeut in freier Praxis.
2020 - 2025
Die fachspezifische Ausbildung in der systemischen Therapie in der Lehranstalt für systemische Familientherapie. Die mit Abstand schönste und inspirierendste Ausbildungserfahrung, die mir bis dato zu teil wurde.
2018 - 2020
Psychotherapeutisches Propädeutikum. Die theoretische Grundausbildung, die zur Vorbereitung auf die fachspezifische Ausbildung dient. Hier konnte ich Erfahrung im Kontext des Kinder- und Jugendschutze in Einrichtungen der MA11 (Krisenzentren) sammeln.